Hallo Karsten,
angesichts der FiVi (Filtervielfalt) bin ich froh, daß andere schon diese Arbeit gemacht haben:
http://www.fotoreflexion.de/filter/foto_filter.html
http://www.fotolaborinfo.de/foto/filter.htm
Im Ansatz Deiner Frage steckt aber eine Gefahr, die viele Hobbyfotografen übersehen. Ein Filter hat keinen Selbstzweck, er sollte immer nur das Werkzeug sein, um eine bestimmte Bildwirkung zu erreichen.
Der Weg sollte deshalb immer so sein, daß man sich im Kopf eine Vorstellung davon macht, wie das Bild später aussehen soll und sich dann fragt, ob und wenn ja welchen Filter man dazu benötigt.
Der Umgang mit Filtern hängt davon ab, welches Filmmaterial man verwendet.
Wer z.B. mit CN-Negativfilm arbeitet und die Bilder im Großlabor ausbelichten läßt, wo jeder Farbstich korrigiert wird, sind nur Konversionsfilter, Polfilter, Grauverlaufsfilter und Grauverlaufsfilter sinnvoll. Letzterer hilft, die Belichtung künstlich zu verlängern, um z.B. Fließeffekte zu visualisieren oder um einen belebten Platz ohne Personen darzustellen. Von Effektfiltern ist man eigentlich heute so gut wie weg - das war eine schreckliche Seuche in den 70er Jahren.
Für Diafotografen oder Freunde des SW-Films stellt sich die Situation anders dar -> siehe verlinkte Seiten.
In der Digitaltechnik kann man die meisten Filtereffekte (Ausnahme Polfilter, Verlaufsfilter und Neutralgraufilter) bei der Nachbearbeitung einarbeiten, was den Vorteil hat, daß immer ein ungefiltertes Original zur Verfügung steht. Schließlich verschlechtert jeder Objektivvorsatz die Abbildungsqualität.
Ein spezielles Anwendungsgebiet ist die Infrarotfotografie:
http://www.schnittfest.de/index.php?id=224
Gruß
Rainer